PASTETE
2 Waadtländer Saucissons (ca. 600 g)
250 g Schinken
½ dl Weisswein
½ dl Marc
250 g Champignons
1 grosse Zwiebel
1 EL Butter
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
150 g Gruyère, frisch gerieben
1 Bund Petersilie
½ Bund frischer oder 1 TL getrockneter Thymian
1 Ei
1 Eigelb
2 Rollen Kuchenteig, rechteckig ausgewallt
------------------------------
ZUM FERTIGSTELLEN
1 Eigelb
1 TL Öl
VORBEREITUNG
1. Rohe Waadtländer Saucissons schälen. Das Fleisch in eine Schüssel geben und mit einer Gabel zerdrücken.
2. Den Schinken fein hacken. Zur Wurstmasse geben. Mir Weisswein und Marc übergiessen und zugedeckt über Nacht, mind. aber 6 Stunden ziehen lassen.
ZUBEREITUNG
3. Am nächsten Tag die Champignons rüsten und in dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und fein hacken.
4. In einer Bratpfanne die Butter erhitzen. Die Zwiebel darin andünsten. Die Hitze höher stellen, die Pilze beifügen und unter Wenden 4 - 5 Minuten dünsten; dabei entstehender Saft soll vollständig verdampfen. Die Pilze erst am Schluss mit Salz und Pfeffer würzen. Leicht abkühlen lassen.
5. Den Gruyère fein reiben. Die Petersilie fein hacken. Frische Thymianblättchen von den Zweigen zupfen. Alles mit den Champignons, dem Ei und dem Eigelb zur Wurstmasse geben und gut mischen. Wenn nötig nachwürzen.
6. Die erste Rolle Kuchenteig über einem mit Backpapier belegten Blech auslegen. Die Wurstmasse zu einer Rolle formen und auf den Teig geben. Die zweite Rolle Teig darüber legen, die Ränder der Füllung entlang gut andrücken und auf ca. 3 cm Breite zurückschneiden. Den Teigrand zur Pastete hin aufrollen und mit einer Gabel gut andrücken. In der Mitte der Pastete ein Dampfloch anbringen. Nach Belieben mit Teigresten verzieren.
7. Eigelb und Öl verrühren und die Pastete damit bestreichen.
8. Die Saucissonpastete im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen auf der untersten Rille ca. 50 Minuten backen. Wenn die Oberfläche zu stark bräunt, mit Alufolie abdecken.
INFO: Seit 1978 ist die Saucisson Vaudois durch das Markenrecht geschützt und darf nur von Metzgern im Kanton Waadt hergestellt werden. Sie gehört zu den geräucherten Rohwürsten und muss vor dem Genuss mit Wasser bedeckt vor dem Siedepunkt bei höchstens 80 Grad gar ziehen gelassen werden. Damit sie beim Aufschneiden möglichst wenig Saft verliert, empfiehlt es sich, sie nach dem Garen vorerst 10 Minuten ruhen zu lassen. Die grössere Variante der Saucisson nennt sich Boutefas. Die Saucisson au foie wird mit Leber, die Saucisson aux choux mit Kabis zubereitet. Beide Spezialitäten sind nur während der kühleren Jahreszeiten erhältlich.
KLEINHAUSHALT: 2 Personen: Zutaten halbieren.
1 Person: Der Aufwand lohnt sich nicht, 1 - 2 Gäste einladen!