1 Barbarie-Ente (ca. 1½ kg), küchenfertig (siehe INFO)
6 Orangen
1 dl Orangenlikör (Cointreau)
2 Schalotten
roter Kerala-Pfeffer aus der Mühle (nicht zu verwechseln mit rosa Pfeffer)
Meersalz
1. Küchenfertige Ente aussen mit etwas Salz einreiben, innen pfeffern, leicht salzen. In einen ovalen Bräter legen. Den Saft von 2 Orangen hinzugeben. Dann Ente mit ½ dl Orangenlikör begiessen. In den vorgeheizten Backofen (200 Grad) stellen. Nach 35 Minuten Fett vorsichtig entfernen, so dass Cointreau und Orangensaft im Topf verbleiben. Nun Ente wenden, restlichen Orangenlikör und Saft einer weiteren Orange über die Ente giessen. Nochmals 35 Minuten braten.
2. Bräter aus dem Ofen nehmen, Fett wieder vorsichtig abschöpfen. Mit einer grossen Nadel unter die Haut (nicht ins Fleisch) an mehreren Stellen stechen, damit das Fett besser austreten kann. Topf mit einem Deckel schliessen, in den Backofen zurückstellen. Temperatur auf 180 Grad reduzieren. Noch ca. 45 Minuten schmoren lassen.
3. Den Topf wieder aus dem Ofen nehmen. Die Ente herausnehmen, in eine feuerfeste Form legen, in den Backofen schieben. Temperatur nun auf 150 Grad drosseln.
4. 2 Orangen schälen, Orangenschnitze enthäuten, dann halbieren. Verbliebene Orange auspressen. Schalotten fein würfeln.
5. Den Bratensaft vorsichtig entfetten. Evtl. am Schluss mit Küchenkrepp restliches Fett entfernen.
6. In einer Pfanne 2 - 3 EL abgeschöpftes Entenfett erhitzen. Die Schalottenwürfel darin hellbraun anbraten. Orangensaft angiessen, ebenso den Bratensaft. Die Sauce 5 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen. Mehrfach mit einem Schneebesen umrühren. Zum Schluss die enthäuteten Orangenstückchen noch 5 Minuten lang mitgaren.
7. Orangensauce mit Meersalz und frisch gemahlenem rotem Kerala-Pfeffer abschmecken.
8. Die Ente teilen. Dabei sollte die Brust schräg in dünne Scheiben geschnitten werden.
BEILAGE: Kartoffelgratin
WEINEMPFEHLUNG: ein charaktervoller Bordeaux St. Julien, z.B. ein Château Beychevelle.
INFO: Die Canard de Barbarie, die nach etwa 12 Wochen geschlachtet wird, hat eine schöne Fleischfarbe, einen kräftigen Geschmack und sehr mageres Muskelfleisch. Berühmt ist sie vor allem für die Güte ihrer Brust, dem besten Stück an der Ente. Alain Ducasse nennt die Barbarie in seiner ‚Kulinarischen Enzyklopädie‘ einen „Kompromiss zwischen der Eleganz einer Zuchtente und der Kraft einer Wildente".