1 Stein (möglichst rund und glatt)
1 Stück geräucherter Bauchspeck
1 Kartoffel, in kleine Würfel geschnitten
1 Zwiebel, gehackt
1 Karotte, in Scheiben geschnitten
1 Tomate gewürfelt
½ Weisskohl oder Wirsing
100 g vorgekochte braune Bohnen
1 geräucherte Blutwurst (morcela)
1 Paprikawurst
1 Schweinefuss, gut gewaschen und geschrubbt
1. Stein in den Topf legen. Bauchspeck, Schweinefuss, Würste, Zwiebel und Tomate in Salzwasser gar kochen (Vorsicht mit dem Salz, da Speck und Würste sehr salzig sind).
2. Etwas von der Fleischbrühe nehmen und ½ der vorgekochten Bohnen darin pürieren. Die dicke Brühe und die übrigen Bohnen in den Topf zurückgeben.
3. Die Kartoffel, die Karotte und den Kohl dazugeben und fertig kochen.
4. Das gekochte Fleisch und die Würste herausnehmen, in Stücke bzw. Scheiben schneiden und auf den Tellern gleichmässig verteilen. Mit Gemüse und Brühe auffüllen.
HINWEIS: Der Schweinefuss (sehr beliebt bei manchen Portugiesen) kann weggelassen werden.
GESCHICHTE: Die Steinsuppe geht auf eine Legende zurück, die viel Witz und auch Weisheit enthält. Damit wird die Dreistigkeit des einfachen Volkes beschrieben.
Eines Tages klopfte ein Mönch an die Tür eines reichen Bauern aus Ribatejo und bat um etwas zu essen. Der geizige Bauer wollte ihn schon abweisen, da holte der Mönch einen kleinen Stein aus seiner Tasche und behauptete, dass man aus diesem Stein eine herrliche Suppe kochen könne. Alles, was man dazu brauche, sei ein Topf mit Wasser und eine Feuerstelle. Der Bauer stutzte und bat den Mönch ihm dieses Wunder zu beweisen. Der Mönch kochte den Stein, probierte und meinte fachmännisch, dass etwas Speck nicht schaden könne. Der verdutzte Bauer gab ihm daraufhin eine Scheibe Speck. Der Mönch gab den Speck hinein, probierte wieder und meinte, dass die Suppe bereits ausgesprochen schmackhaft sei, jedoch ein Würstchen und ein Karotte Wunder wirken könnten. Und so entlockte der listige Mönch dem Bauer nach und nach alle möglichen Zutaten. Das Ergebnis war eine deftige, wohlschmeckende Suppe.
Nach dem Genuss der Suppe nahm der Mönch den Stein, putzte ihn und steckte ihn wieder in seinen Brotbeutel. Diese Geschichte erzählt man sich noch heute in der Gegend um Almeirim bei Santarem am Tejo. Und damals wie heute ist der Stein ein Bestandteil dieses Rezeptes.