250 g gedörrte Apfelringe oder -schnitze
4 - 6 gedörrte Birnen
600 g grosse Kartoffeln (z.B. Agria, Charlotte)
2 - 3 EL Zucker
40 g Butter
400 g Kochspeck
2 dl Fleischbouillon
Salz
VORBEREITUNG
1. Die Dörrfrüchte über Nacht in kaltem Wasser einweichen.
ZUBEREITUNG
2. Am nächsten Tag die Kartoffeln schälen und in Würfel schneiden. Zucker mit Butter in einer weiten flachen Pfanne hell Caramelisieren. Die Dörrfrüchte abgiessen und gut abtropfen lassen; das Einweichwasser auffangen. Die Früchte zum Caramel geben und unter Wenden damit überziehen. Mit 2 dl Einweichwasser ablöschen. 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
3. Den Speck in ca. 1½ cm dicke Scheiben schneiden. Auf die Früchte legen. Etwas Bouillon dazugiessen. 30 Minuten zugedeckt köcheln lassen. Kartoffeln dazugeben, nach Bedarf Bouillon oder Einweichwasser nachgiessen, würzen. Zugedeckt weitere 30 - 40 Minuten köcheln.
4. Die festen Zutaten herausnehmen, zugedeckt warm stellen. Die Sauce sämig einkochen, abschmecken und über das Gericht verteilen. Sofort servieren.
HINWEIS: Wird die Sauce nicht sämig genug: ½ - 1 TL Maisstärke mit wenig Wasser glatt rühren. Unter Rühren unter die Sauce mischen, köcheln, bis die Flüssigkeit gebunden ist.
Am besten schmeckt das Gericht, wenn man die gedörrten Äpfel mit der Schale verwendet.
VARIANTEN: Nach Belieben mit Nelkenpulver und wenig Bohnenkraut abschmecken.
INFO: Schnitz und Drunder ist ein einfaches, preiswertes Wintergericht. Das Sparen war für viele Familien eine Selbstverständlichkeit. In den Bergregionen kochte man vor allem mit Milchprodukten, Dörrobst und Kartoffeln und anderen unverderblichen Lebensmitteln. Die Aargauerinnen wussten seit jeher mit Kartoffeln, Schnitz und Rüebli umzugehen. Die Luzernerinnen bereiten das Gericht mit karamelisierten Birnen und Rahm zu und servieren eine Bratwurst dazu. Es gibt verschiedene ähnliche Rezepte, die Zutaten varieren je nach Kanton. Im Aargau werden gedörrte Apfelschnitze verwendet, vom Oberaargau stammt ein Rezepte mit Dörräpfeln und Dörrbirnen; im Kanton Luzern werden Schnitz und Häppere ohne Speck und oft mit frischen karamellisierten Birnen gekocht.