10 - 12 Gläser à ca. 2½ dl
------------------------------
2 kg frische, vollsaftige Feigen
1,8 kg Zucker
1 - 2 Zitronen, Saft davon
150 g gelbes Senfmehl
50 g grünes Senfmehl
1. Die Früchte putzen, entstielen, klein schneiden, mit dem Zucker mischen und langsam unter fleissigem Rühren alles zum Kochen bringen. Wenn die Masse sprudelnd kocht, beginnt die eigentliche Kochzeit.
2. Nach ca. 5 Minuten Zitronensaft hinzufügen, nach weiteren 5 Minuten das Senfmehl. Wer keine Klumpen mag, kann 1-mal mit dem Mixstab durch die Masse gehen.
3. Nach weiteren 5 Minuten sollte der Kochschaum verschwunden sein, dann kann man die Gelierprobe machen: Dazu einen Klecks auf ein gekühltes Tellerchen geben. Wenn der Klecks steif stehen bleibt, kann man den Feigensenf in Gläser füllen.
4. Schraubgläser kopfüber stürzen und auskühlen lassen.
TIPP: Zur noch besseren Haltbarkeit die Gläser zusätzlich sterilisieren. Im Einkochkessel nach Vorschrift oder in der Fettpfanne des Backofens: Die Gläser in heisses Wasser stellen, bei 180 Grad (Heissluft, 200 Grad Celsius Ober- und Unterhitze) ca. 20 - 30 Minuten (je nach Grösse der Gläser), bis Bläschen in den Gläsern emporsteigen. Dann den Ofen ausschalten, die Gläser im Ofen auskühlen lassen. Nun ist der Inhalt jahrelang haltbar.
VARIANTE: Nach Belieben auch Chilis mitkochen – frisch oder getrocknet, aber ohne Kerne. Auf alle Fälle scharf-würzig abschmecken. In kleine Schraubgläser füllen. Schmeckt umwerfend zum Käse, vor allem zu jungem oder gereiftem Bergkäse, und ist zudem eine hervorragende Grillsauce.
INFO: Es gibt zum einen den gewöhnlichen Gelben Senf (botanisch „Sinapis alba“), zum anderen den ca. 100-mal schärferen Schwarzen Senf („Brassica nigra“), der gemahlen dann eher grünlich aussieht. Ihn sollte man am besten in der Apotheke bestellen, wo man auch grössere Mengen in allerbester Qualität bekommt. Unbedingt bereits gemahlenes Senfmehl bestellen, sonst muss man die Saatkörner selbst mahlen.