Fiakergulasch mit Sacherwürsteln
Rindsgulasch / Rindsragout / Rindsvoressen mit Sacherwürstchen / Wienerli

 


Herkunft:
Oesterreich
Menüfolge:
Fleischgerichte Warm
Quelle:
Gürtler, Alexandra
Kategorie:
Rind
Saison:
Haute Cuisine:
Nein
Anzahl Personen:
4
  
Niedergaren:
Nein
Erfasst:
2011-06-18
Fleischlos:
Nein

1 kg Wadschinken (vom Rind), in Würfel geschnitten (siehe HINWEIS)
4 Eier
4 Essiggurkerln
2 Paar Sacherwürstel
750 g Zwiebeln
150 g Schmalz (oder Öl)
2 EL Paprikapulver, edelsüss
1 TL Rosenpaprikapulver (oder scharfes Paprikapulver)
3 Knoblauchzehen
1 EL Tomatenpüree (ersatzweise 1 - 2 KL Tomatenmark)
1 EL Majoran
2 Lorbeerblätter
1 TL Kümmel, gehackt
etwas Essig
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Butter, für die Spiegeleier


1. Topf erhitzen und die Zwiebeln darin bei mässiger Hitze und kräftigem Rühren goldgelb rösten.
2. Paprikapulver sowie Tomatenpüree einmengen, kurz durchrühren und sofort mit etwas Essig und wenig Wasser ablöschen.
3. Fleischwürfel mit Salz und Pfeffer abmischen und zugeben. Gepressten Knoblauch, Majoran, Lorbeerblätter sowie Kümmel einrühren und so viel Wasser zugiessen, dass das Fleisch gerade bedeckt ist.
4. Durchrühren und (nicht völlig zugedeckt) ca. 2½ Stunden bei mittlerer Hitze (siehe TIPP) weich dünsten.
5. Währenddessen wiederholt umrühren und immer wieder etwas Wasser zugiessen. Sobald das Fleisch gar ist, aber noch etwas Biss hat, Topf vom Feuer nehmen und an einem warmen Ort (mässig erhitztes Backrohr) noch ca. 1 Stunde ziehen lassen.
6. Währenddessen die Sacherwürstel in heissem Wasser erhitzen und ca. 10 Minuten knapp unter dem Siedepunkt ziehen lassen.
7. In einer Spiegeleierpfanne Butter schmelzen lassen, Eier vorsichtig einschlagen und zu Spiegeleiern braten.
8. Die Gurkerln fächerartig einschneiden.
9. Gulasch nochmals kräftig erhitzen, evtl. nochmals etwas Wasser zugiessen, abschmecken und kräftig durchrühren.
10. Auf vorgewärmten Tellern anrichten, jeweils 1 Spiegelei darauf platzieren und je 1 Würstel daneben legen. Mit 1 Gurkerlfächer garnieren.



BEILAGE: Semmelknödel, Salzerdäpfel, Salat aus roten Paprikaschoten

HINWEIS: Als Hesse oder Wade, österreichisch Wadschinken, werden Teile des Unterschenkels vom Rind und Kalb bezeichnet (letztere meist als Kalbshachse oder -haxe). Die zur Hinterkeule gehörende Hesse ist größer und hat einen höheren Fleischanteil als die Vorderkeule.

TIPP: Wenn Sie das Gulasch im Backrohr bei 160 Grad garen, so kann sich nichts anlegen und das Fleisch kann bei gleichmässiger Hitze schön langsam dünsten. Giessen Sie nie zu viel Wasser nach. Sonst schwimmt das Fleisch, wodurch der typische sämige Gulaschsaft nicht entstehen kann.

VARIANTE: Statt Sacherwürstel kann man selbstverständlich auch Frankfurter Würstel verwenden, und die Spiegeleier können zur Abwechslung auch einmal durch wachsweich gekochte Eier ersetzt werden.

INFO: Ursprünglich stammt das „Gulasch“ aus Ungarn. In die Wiener Küche fand es durch die Verlegung ungarischer Truppenregimenter nach Österreich seinen Einzug. Das Fiakergulasch ist eine spezielle Wiener Variante des feurig-würzigen Puszta-Gerichts.

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