4 kleine Kartoffeln
2 Eier
1 rote Paprika
6 grosse grüne Bohnen
4 kleine Artischocken (oder eingelegte Artischockenherzen)
½ Kopfsalat
1 kleine Salatgurke
2 Fleischtomaten
1 rote Zwiebel
3 EL Olivenöl
etwas Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Knoblauchzehe
etwas Zitronensaft
½ Bund Basilikum
8 schwarze Oliven
1 Dose Ölsardinen, vintage (Jahrgangssardinen)
1. Kartoffeln gut waschen, weich kochen und schälen. Die Eier hart kochen, gut abkühlen lassen und vierteln.
2. Paprika halbieren, die Kerne entfernen, auf ein Backblech legen und im Ofen bei 180 Grad ca. 10 Minuten weich garen. Anschliessend die Haut abziehen und Paprika in Streifen schneiden.
3. Die Bohnenkerne aus der Schote brechen, in Salzwasser weich kochen und die grobe Haut abziehen.
4. Die Artischocken putzen, die Herzen in Salzwasser weich kochen und anschliessend vierteln.
5. Kopfsalat putzen und waschen. Gurke schälen, halbieren, die Kerne mit einem Löffel herausstreichen und dann die Gurke in Scheiben schneiden. Tomaten in Scheiben schneiden. Zwiebel schälen und in feine Scheiben schneiden.
6. Kartoffeln vierteln und in einer Pfanne mit 1 EL Olivenöl anbraten, leicht salzen und pfeffern.
7. Eine Salatschüssel mit der Knoblauchzehe ausreiben, alle Gemüse bis auf die Zwiebel in die Schüssel geben. Mit Olivenöl und Zitronensaft anmachen. Basilikum fein schneiden und untermischen. Mit Pfeffer und Salz würzen.
8. 2 grosse tiefe Salatteller mit Salatblättern auslegen, den Salat darauf anrichten. Oliven, Zwiebeln, Eier und Ölsardinen obenauf geben und den Salat servieren.
INFO: Wie schon beschrieben halte ich nichts vom allgegenwärtigen Salatdurcheinander und der deutschen Vorliebe für Potpourris. Ich plädiere für Sortenreinheit. Hier nun aber eine Ausnahme. Gewiss, einiges kommt hier durcheinander aber der Geschmack der Sardinen, der Oliven und des Olivenöls hält alles zusammen.
Nizza-Salat war in den Siebzigerjahren mal grosse Mode. Er wurde dann aber nach und nach so verhunzt, dass sich die ansonsten geduldige Gemeinde der frohen Esser mit Grausen abwand. Gleichzeitig machten sich viele sogenannte Intellektuelle von den provenzalischen Äckern auf, um in der Toskana zu siedeln. Damit geriet diese Köstlichkeit vollends ins Abseits.