MELDETÄTSCHLI
600 g weisse Melde (siehe INFO)
1 TL Gemüsebouillon
1 Ei
300 g Ziegenricotta
1 EL Paniermehl
50 g Pecorino, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe
½ Zitrone
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GIERSCHSALAT
500 g Kartoffeln, festkochend
1 kleine Knoblauchzehe
2 EL Aceto balsamico bianco
1 TL Kräutersalz
2 EL Haselnussöl
1 EL Olivenöl
1 TL Zitronen-Olivenöl
2 TL grobkörniger Senf
100 g junge Gierschblätter (siehe INFO)
1. Für den Gierschsalat Kartoffeln im Siebeinsatz im Dampf 30 - 40 Minuten garen.
2. Für die Tätschli die Triebspitzen des Melde-Krauts mit 2 EL
3. Wasser und Bouillonpulver in eine Pfanne geben und zugedeckt einige Minuten zusammenfallen lassen. Auskühlen lassen, grob hacken.
4. Ei mit Ricotta, Paniermehl (gemahlenes Brot) und Pecorino in eine Schüssel geben. Knoblauchzehe dazupressen, Zitronenschale dazureiben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen. Melde zur Ricottamasse geben und gut mischen.
5. Kleine flache Tätschli formen und in wenig Öl oder Butter beidseitig bei kleiner Hitze ca. 4 Minuten braten.
6. Gekochte Kartoffeln noch lauwarm schälen und in Würfel schneiden.
7. Knoblauch pressen, mit Balsamico, Kräutersalz und den Ölen mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen.
8. Gierschblätter 3 Minuten über Dampf kochen.
9. In Streifen schneiden. Mit den Kartoffeln zur Sauce geben und gut mischen.
10. Gierschsalat zu den Meldetätschli servieren.
VARIANTE: Weisse Melde und Gierschblätter können durch Spinat und Lattich ersetzt werden.
Ziegenricotta durch Kuhmilchricotta ersetzen.
INFO: Die Gartenmelde (Atriplex hortensis) ist eine durch Samen vermehrte Kulturpflanze, die als Gemüse und Zierpflanze verwendet wird, aus der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Andere Namen für die Gartenmelde sind Spanischer Salat, Spanischer Spinat und Orache. In alten Quellen wird sie auch Atraphaxis genannt. Sie ist eine der ältesten Kulturpflanzen und wurde im Jahr 2000 vom Naturschutzbund Deutschland zur Nutzpflanze des Jahres gewählt. Die Gartenmelde ist eine einjährige, krautige, einhäusig getrenntgeschlechtige (monözisch) Pflanze. Der eckige Stängel der Gartenmelde ist aufrecht, bis zu 2,5 m hoch, unbehaart, zerfurcht und von gelblich bis rötlichgrüner Farbe. Die Laubblätter sind länglich-eiförmig bis dreieckig, bis ca. 15 cm lang und 8 cm breit, weich und biegsam, und graugrün mit glattem bis fein gezahntem Rand. Die unteren Blätter sind herz- oder spiessförmig. Der Blütenstand ist rispig, in knäueligen Agglomeraten, mit achsel- und endständigen Spitzen.
Der Giersch (Aegopodium podagraria) ist die einzige in Europa vorkommende Art der Gattung Aegopodium aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Der botanische Gattungsname Aegopodium leitet sich von griechisch αἴγειος = aigeos (für „von Ziegen“) und griechisch πούς-ποδός = pous-podos für Fuss ab und bezieht sich auf die Gestalt der Blätter, die an einen Ziegenfuss erinnern. Das Artepitheton podagraria weist darauf hin, dass diese Pflanze seit Jahrhunderten in der Volksmedizin zur Linderung der Schmerzen bei Rheumatismus und Gicht (Podagra) Verwendung fand; aus diesen Gründen trägt diese Pflanzenart auch die Trivialnamen Geissfuss, Dreiblatt, Ziegenkraut, Ziegenfuss bzw. Zipperleinskraut. Wiesenholler wird er genannt, weil seine Blätter dem Hollerbusch sehr ähnlich sind. Weitere Trivialnamen sind Schettele, Zaungiersch und Baumtropf.
Giersch gilt bei Gärtnern als ein lästiges „Unkraut“; er breitet sich wuchernd aus und lässt sich wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. Andererseits ist Giersch ein wohlschmeckendes Wildgemüse.