1½ l Rindsuppe
300 g Erdäpfel (siehe INFO)
100 g Pilze, frisch (z.B. Steinpilze, Eierschwammerl etc.)
50 g Frühstücksspeck
50 g Zwiebeln, gehackt
120 g Wurzelgemüse (Karotten, Sellerie, gelbe Rüben)
4 EL Butterschmalz
1 EL Mehl
1¼ dl Schlagobers (süsse Sahne)
1 Lorbeerblatt
Majoran
Kümmel, gemahlen
1 - 2 Knoblauchzehen, zerdrückt
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 Schuss Weisswein
Schnittlauch zum Bestreuen
ZUBEREITUNG
1. Erdäpfel und Wurzelgemüse in ca. 1 cm grosse Würferl schneiden und im Verhältnis 1:2 aufteilen. Pilze mit einem feuchten Tuch oder Schwamm putzen, Stiele von den Kappen trennen und in mundgerechte Stücke schneiden.
2. In einer Kasserolle Butterschmalz erhitzen und gehackte Zwiebeln darin hell anschwitzen. 1/3 des Gemüses und der Erdäpfel sowie die Pilzstiele zugeben und kurz durchrösten.
3. Mit Mehl stauben und mit 1 Schuss Weisswein ablöschen. Mit 1¼ l Rindsuppe aufgiessen und glatt rühren.
4. Aufkochen lassen und mit Majoran, Lorbeerblatt, Kümmel, zerdrücktem Knoblauch, frisch gemahlenem Pfeffer und Salz würzen. Ca. 10 Minuten kochen lassen.
5. Lorbeerblatt entfernen, Suppe pürieren und abseihen.
6. Restliches Gemüse und Erdäpfel in der zurückbehaltenen Rindsuppe ca. 10 - 15 Minuten weich dünsten.
7. In einer Pfanne den kleinwürfelig geschnittenen Speck auslassen und die Pilzköpfe darin anrösten.
8. Nun Pilze, weich gedämpftes Gemüse und Erdäpfel unter die Suppe mengen. Schlagobers einrühren und nochmals kurz aufkochen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
ANRICHTEN
9. In heisse Suppenteller oder Schalen füllen und mit gehacktem Schnittlauch bestreuen.
INFO: Kartoffeln heissen in Österreich Erdäpfel, und ihr Einzug in die Wiener Küche gestaltete sich durchwegs schwierig: 1588 von dem Botaniker Charles de l’Ecluse als Stauden nach Wien gebracht, hielt man sie lange Zeit für schädlich und giftig. Als dann aber während der Napoleonischen Kriege Nahrungsmittelknappheit herrschte, gewannen sie schlagartig an Beliebtheit. Seither sind sie aus der Wiener Küche nicht mehr wegzudenken.