1 grosse Zwiebel
2 - 3 Knoblauchzehen
2 EL Schmalz oder Öl
750 g Kartoffeln, festkochend
Salz, Pfeffer aus der Mühle
1 EL Kümmel
1 EL Majoran, nach Belieben
1 Apfel, säuerlich
evtl. 1 Chilischote
1 TL Wacholderbeeren
3 Pimentkörner
2 Lorbeerblätter
ca. 1 kg Sauerkraut
je 3 Schweineschnäuzchen, Ohren und Schwänzchen
evtl. 3 Scheiben von ebenfalls gekochtem, gepökeltem Schweinebäckchen oder -bauch
1. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein würfeln und in einem ausreichend grossen, möglichst breiten Topf im heissen Schmalz oder Öl andünsten. Die Kartoffeln schälen, würfeln und zufügen; sofort salzen und pfeffern. Kümmel (macht das Gericht nicht nur würziger, sondern auch besser verträglich) und Majoran dazwischen streuen. 2 Tassen Wasser angiessen. Zugedeckt die Kartoffeln ca. 15 Minuten köcheln, bis sie gar sind.
2. Inzwischen den Apfel vierteln, das Kerngehäuse herausschneiden, die Viertel mit der Schale in feine Streifen schneiden und mit in den Topf geben, auch die längs durchgeschnittene Chilischote, die zerdrückten Wacholderbeeren und Pimentkörner sowie die Lorbeerblätter.
3. Das Sauerkraut zerzupfen und untermischen. Die Schweineteile auf dieses Sauerkraut betten und – falls nötig – noch etwas Wasser angiessen.
4. Zugedeckt alles 20 - 30 Minuten schmurgeln lassen, bis sie durch und durch heiss sind.
5. Das Fleisch soll nur im über dem Kraut entstehenden Dampf erhitzt werden – so behalten sowohl Kraut wie Fleisch ihre eigenen, klaren Aromen. Das ist geschmacklich wesentlich reizvoller, als wenn alles zusammengekocht wird, das Fleisch säuerlich wird und das Fleischaroma das Kraut durchzieht. Deshalb stimmt es bei diesem Gericht auch nicht, dass es umso besser schmeckt, je häufiger es wieder aufgewärmt wird.
6. In tiefen Tellern mit Messer, Gabel und Löffel anrichten.
BEILAGE: Senf und Pumpernickel.
TIPP: Wichtig ist, die Kartoffeln zunächst gar zu kochen, bevor das Sauerkraut hinzugefügt wird. Die Säure stoppt das Weichwerden.
GETRÄNK: ein zischendes Pils.
INFO: Am besten ist es, wenn man die Schnüsskes un Öhrkes, nämlich die Schnäuzchen und Öhrchen, beim Metzger bereits gepökelt und gekocht kaufen kann. Evtl. muss man ihn einfach rechtzeitig darum bitten. Und dann entsteht im Handumdrehen ein wunderbarer, herzhafter Eintopf. Apropos Sauerkraut: Der Name „Sauerland“ hat nichts mit sauer zu tun. Es ist das Süderland, also das Land im Süden, aus dem die Lautverschiebung das Sauerland gemacht hat. Trotzdem schätzt man hier durchaus Sauerkraut – und zwar am liebsten so.