TEIG
450 g Mehl
125 g Butter, weich
½ TL Senfpulver, englisch
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FÜLLUNG
2 Kartoffeln
1 Möhre
100 g Bohnen, schwarz (Dose)
1 Zwiebel
350 g Hackfleisch vom Rind (nach Belieben selbst grob gehackt)
½ Bund Petersilie, gehackt
¾ dl Rindsbrühe
Salz
1 TL Meerrettich
½ TL Senf, scharf
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AUSSERDEM
1 Ei
VORBEREITUNG
1. Für den Teig das Mehl, die weiche Butter und das Senfpulver zu einer krümeligen Masse verkneten. So viel Wasser dazugeben, dass ein geschmeidiger, fester Teig entsteht.
2. In Frischhaltefolie gewickelt ca. 30 Minuten kalt stellen.
ZUBEREITUNG
3. Für die Füllung die Kartoffeln und Karotte schälen und würfeln. Die Bohnen waschen und abtropfen lassen.
4. Die Zwiebel schälen, ebenfalls würfeln und mit dem restlichen Gemüse zum Hackfleisch geben. Die Brühe und die Petersilie dazugeben, mit Salz, Pfeffer, Senf und Meerrettich würzig abschmecken.
5. Den Teig ca. 3 mm dick ausrollen und in 4 Kreise von ca. 20 cm Ø schneiden. Die Fleisch-Kartoffelmasse auf die 4 Kreise verteilen und zwar immer nur auf die Hälfte des Kreises. Den äusseren Rand der Kreise mit kaltem Wasser bestreichen und dann die beiden Hälften zusammenfalten und an den Rändern entlang durch leichtes Rollen mit den Fingern fest zusammendrücken, damit kein Saft entweichen kann.
6. Das Ei verquirlen und die Ränder der Teigscheiben damit einpinseln. Die Seiten der Teigscheiben hochziehen und zu einer Tasche zusammendrücken. Mit den Fingern ein Zickzackmuster formen. Oben mit einem spitzen Messerchen einen ca. 1 cm-kleinen Schlitz einschneiden, damit der Dampf entweichen kann.
7. Die Teigtaschen mit dem Rest von dem Ei einpinseln und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen.
8. Im auf 220 Grad vorgeheizten Ofen auf Backpapier für 15 Minuten und danach bei 180 Grad für 35 - 40 Minuten backen.
INFO: Cornish Pasty: der Bergarbeiter-Lunch
Die halbkreisförmige Pie-Varietät ist eine Spezialität aus Cornwall. Im 19. Jahrhundert war sie die Hauptnahrung der Bergarbeiter in den Zinnminen. Die Cornish Pasty war geradezu ideal auf deren Bedürfnisse zugeschnitten: Die Kruste war relativ zäh, sodass sie auch einen tiefen Fall in einen Minenschacht unbeschadet überstand. Sie blieb acht bis zehn Stunden warm und diente dem Bergarbeiter erst noch als Wärmflasche, wenn er sie dicht am Körper trug. Der Inhalt war in mehrere Abteile aufgeteilt, sodass er wie eine Mahlzeit mit mehreren Gängen gegessen werden konnte. Die Bäcker in den Minenstädten versahen sie sogar mit den Teiginitialen des Besitzers, sodass dieser sie auch unter Tag von denjenigen seiner Kollegen unterscheiden konnte. Am gefältelten Rand konnten die Bergarbeiter die Pastete mit ihren russigen Händen halten, ohne den Rest schmutzig zu machen. Der Rand wurde dann weggeworfen.
Die südwestlichste Grafschaft Grossbritanniens ist stolz auf ihre Spezialität, die seit 2011 die europäische Anerkennung als geschützte geografische Angabe (IGP) tragen darf. Die obligatorischen Zutaten für die Füllung sind Kartoffeln, Bodenkohlrabi (English swede), Zwiebeln und gewürfeltes oder gehacktes Rindfleisch. Bei der Teigwahl ist der Bäcker frei, hingegen muss er die Cornish Pasty in die typische D-Form bringen und den Teig auf der halbrunden Seite mit der typischen Fältchennaht versiegeln.
In der Hafenstadt Fowey wird die Pastete jedes Jahr gefeiert. Im Rahmen der Royal Regatta wird eine Riesen-Pasty in einem Boot die Flussmündung hinaufgeführt.
REZEPT: Chefkoch.de
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