Arme Verheierte
Kartoffeln / Spätzle / Spätzli / Verheiratet

 


Herkunft:
Süddeutschland
Menüfolge:
Eintöpfe
Quelle:
Kochen
Kategorie:
Diverses
Saison:
Haute Cuisine:
Nein
Anzahl Personen:
4
  kcal: 735
Niedergaren:
Nein
Erfasst:
2019-10-27
Fleischlos:
Ja

3 Eier
3 dl Wasser
450 g Mehl
1 TL Salz
etwas Muskatnuss, frisch gerieben
500 g Kartoffeln, festkochend
1 l Gemüsebouillon, kräftig
400 g Zwiebeln, rot
1 Bund Schnittlauch
75 g Butter


1. In einer Schüssel die Eier, das Wasser, das Mehl, das Salz und etwas Muskat mit dem Handrührgerät oder in der Küchenmaschine verrühren.
2. Anschliessend auf höchster Stufe 5 - 6 Minuten zu einem luftigen Spätzliteig schlagen. 30 Minuten ruhen lassen.
3. Inzwischen die Kartoffeln schälen und in 1½ cm grosse Würfel schneiden.
4. Die Kartoffeln in eine Pfanne geben, die Bouillon beifügen und darin weich kochen.
5. Inzwischen die Zwiebeln schälen, halbieren und in feine Streifen schneiden. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden.
6. In einer Bratpfanne die Butter schmelzen. Die Zwiebeln beifügen, leicht salzen und weich dünsten, dabei gegen Schluss leicht anbräunen lassen.
7. In einer grossen Pfanne reichlich Salzwasser aufkochen. Den Teig portionenweise durch ein Spätzlisieb in das kochende Wasser streichen. Wenn die Spätzli an die Oberfläche steigen, mit einer Schaumkelle aus dem Wasser heben und in eine Gratinform geben. Warm stellen.
8. Zum Fertigstellen die Spätzli zu den Kartoffeln geben und alles nochmals gut heiss werden lassen.
9. In vorgewärmte tiefe Teller anrichten, die Zwiebeln darüber geben und mit Schnittlauch bestreuen.



HINWEIS: Es gibt arme und reiche «Verheierte», also Verheiratete. Reich sind sie im Volksmund dann, wenn dieses Gericht mit Suppenfleisch und Rindsbouillon zubereitet wird. Die vegetarische Variante hingegen bezeichnet man als «arme Verheierte»

INFO: Verheierte (badisch für Verheiratete, auch: Verheirate), im schwäbischen Kartoffelschnitz on Spatze, im hochdeutschen Gaisburger Marsch genannt, ist ein süddeutsches Eintopfgericht. Es besteht aus einer Fleischbrühe mit Kartoffelstücken, Spätzle, angedünsteten Zwiebeln und einer Fleischbeilage. Eigentlich handelt es sich hierbei um Rindfleisch, im Karlsruher Raum ist jedoch die Variante mit Fleischwurst oder Wiener Würstchen verbreitet.

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