Saumon à la Bâloise
Lachs Basler Art

 


Herkunft:
Nordwestschweiz
Menüfolge:
Fischgerichte Warm
Quelle:
Kaltenbach, Marianne
Kategorie:
Süsswasser
Saison:
Haute Cuisine:
Nein
Anzahl Personen:
6
  
Niedergaren:
Nein
Erfasst:
1977-03-18
Fleischlos:
Ja

1 Salm (Lachs) von ca. 1¼ - 1½ kg
2 Zwiebeln
Salz, Pfeffer aus der Mühle
4 - 5 EL Mehl (nach Belieben)
40 g Kochbutter
1 kleines Stück Tafelbutter
3 - 4 EL Bratenjus oder Bouillon


1. Die Zwiebeln in feine Scheiben schneiden. Den ausgenommenen Fisch in fingerdicke Tranchen aufteilen. Mit einem Tüchlein abtrocknen (ohne dass sie gewaschen oder ins Wasser gelegt worden sind!), mit Salz und Pfeffer einreiben und nach Belieben mit Mehl bestäuben.
2. Die Kochbutter in einer grossen Omelettenpfanne erhitzen. Die Fischtranchen darin auf beiden Seiten gelb braten. Vorsichtig mit einer grossen Bratschaufel wenden, damit die Tranchen nicht zerfallen! Sobald sich das Fleisch leicht von den Gräten löst, die Fischstücke aus der Pfanne nehmen, sorgfältig auf einer warmen Platte anrichten und warm stellen.
3. Die Tafelbutter in den Bratsatz geben, erhitzen, dann die Zwiebeln darin goldgelb braten. Den Bratenjus oder die Bouillon zugeben und die heisse Sauce über die Fischtranchen verteilen. Praktischer ist es, wenn man die Zwiebeln gleich zu Beginn in einer zweiten Pfanne goldgelb röstet, damit der Fisch nicht lange warm gehalten werden muss!



GESCHICHTE: Im Mittelalter, so liest man, galt der Rheinsalm in Basel als ganz gewöhnliche Fastenspeise. Aus dem 16. Jahrhundert wird berichtet, dass Hotelangestellte und Dienstboten in ihrem Dienstvertrag vermerkt haben wollten, dass «Saumon nur zweimal wöchentlich aufgetischt werden dürfe».
Heute ist der Rheinsalm nur noch eine Legende. Der Vollständigkeit halber hier trotzdem das echte Basler Rezept, nach welchem auch Hecht oder Zander zubereitet werden können.
Basler Spezialitäten sind im Restaurant eher selten anzutreffen. Der «Rheinkeller», ein altes, stimmungsvolles Lokal an der Unteren Rheingasse, lässt diese alten, guten Gerichte wieder neu aufleben. Nebst anderen schweizerischen Gerichten werden «Saumon à la Bâloise» und das «Herrenschnitzel» als Hausspezialitäten angeboten.

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