600 g Sellerie
200 g Kartoffeln, mehligkochend
150 g Zwiebeln
3 Äpfel (ca. 500 g)
4 - 5 Thymianzweige
2 Rosmarinzweige
600 - 800 g Schweinsbratwurst, am Meter oder 4 normale Schweinsbratwürste
1 TL Bratbutter
3 dl Cidre (siehe INFO)
1 dl Hühnerbouillon
1 TL Maizena
1 dl Milch
1 dl Rahm
Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle
etwas Muskatnuss, frisch gerieben
1. Sellerie und Kartoffeln schälen, in grobe Würfel schneiden und in leicht gesalzenem Wasser oder im Dampf (Steamer) weich garen.
2. Inzwischen Zwiebeln schälen und hacken. Äpfel vierteln, Kerngehäuse entfernen und die Früchte in Würfel schneiden. Thymianblättchen und Rosmarin- nadeln von den Zweigen zupfen.
3. Den Backofen auf 220 Grad vorheizen.
4. In einer ofenfesten Bratpfanne oder in einem grossen Schmortopf Bratbutter erhitzen und die Bratwurst darin auf beiden Seiten kräftig anbraten. Die Wurst aus der Pfanne nehmen. Im zurückgebliebenen Fett zuerst die Äpfel anbraten, dann herausnehmen. Anschliessend die Zwiebeln im Bratensatz andünsten. Den Cidre dazugiessen. Bouillon mit Maizena verrühren, ebenfalls beifügen und aufkochen. Die Wurst in die Sauce legen, Äpfel sowie Kräuter drüber verteilen und alles im heissen Ofen auf der mittleren Rille 30 - 35 Minuten schmoren lassen.
5. Inzwischen in einer Pfanne Milch und Rahm aufkochen und mit Salz und Muskat würzen. Sellerie und Kartoffeln abschütten, dann zur Milch-Rahm-Mischung geben und nur kurz mit dem Stabmixer pürieren. Das Püree wenn nötig mit Salz und Pfeffer abschmecken und bis zum Servieren warm stellen.
6. Zum Servieren die Wurst in Stücke schneiden und mit dem Selleriepüree, der Sauce und den Äpfeln anrichten.
KLEINHAUSHALT: 2 Personen: Zutaten halbieren. Je nach Grösse der Bratpfanne wenn nötig etwas mehr als ½ der Menge von Cidre und Bouillon verwenden.
INFO: «Die Bretagne trinkt Cidre» , schrieb Kurt Tucholsky 1925 in seinem Essay «Ein Platz im Paradiese». Und so ist es noch heute. Seit mehr als 800 Jahren ist der moussierende Apfelwein im Westen von Frankreich das Nationalgetränk. Und ist doch ein Einwanderer. Denn der Anbau der Mostäpfel kam aus Spanien in die Bretagne. Dies geschah bereits im 12. Jahrhundert. Bis zum 17. Jahrhundert breitete er sich über die gesamte Region aus. Rasch wurde Cidre zum täglichen Getränk der einfachen Leute. Denn sauberes Trinkwasser war damals eine Rarität. Heute ist die Bretagne mit einem Marktanteil von 25 Prozent nach der südlichen Normandie der grösste Apfelwein-Produzent Frankreichs.