Butter für die Form
1 Eigelb zum Bestreichen
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TEIG
150 g Swiss-Bacon-Frühstücksspeck oder Grieben (Gröibi), siehe INFO
200 g Mehl
½ TL Backpulver
2 - 3 EL Zucker
½ TL Salz
50 g Butter, kalt
½ Zitrone
1 Ei
1 - 1¼ dl Wasser oder Milch
1. Den Swiss Bacon in kleinste Würfelchen schneiden. In einer beschichteten Pfanne knusprig braten, auf Küchenpapier entfetten (Grieben nur fein hacken). Mehl, Backpulver, Zucker, Salz und kleingeschnittene Butter in einer Schüssel mischen. Mit den Fingern fein reiben. Speck oder Grieben beifügen, Zitronenschale dazureiben. Das Ei mit Wasser oder Milch verquirlen. Zum Mehl giessen und mit einer Teigkelle zu einem Teig zusammenfügen. Zugedeckt 30 Minuten kalt stellen.
2. Ein rechteckiges Blech, ca. 35x20 cm, buttern. Den Teig von Hand ins Blech drücken. Dabei darauf achten, dass er überall gleichmässig dick ist. Der Teig ist nicht sehr elastisch, deshalb kann man ihn besser von Hand formen. Anschliessend parallel alle 2 - 3 cm einschneiden, dabei einen 2 cm breiten Rand frei lassen. Den Backofen auf 225 Grad vorheizen.
3. Den Teig sorgfältig mit Eigelb bestreichen, darauf achten, dass kaum Eigelb in die Einschnitte läuft. In der Mitte des Ofens 20 - 30 Minuten backen.
4. Den Fladen warm servieren: Dazu die Streifen einfach abbrechen.
VARIANTEN: «Taillé aux greubons» ist als süsses und als pikantes Gebäck bekannt. Für die pikante Variante: Zucker und Zitronenschale weglassen, dafür 1 TL Salz beimischen. Der süssen Version können zusätzlich noch 100 g Sultaninen beigemischt werden.
INFO: Die «Taillé aux greubons» gehört zu den traditionellen Backwaren der Westschweiz. Speziell im Spätherbst, wenn auf den Bauernhöfen die fettgemästeten Schweine geschlachtet wurden, fiel es in früheren Zeiten den Bäuerinnen zu, die Fettvorräte für den Winter zu sichern. Das Auslassen und das Abfüllen in Steinguttöpfe war eine bewährte Methode, das Schweinefett haltbar zu machen. Und da zu jener Zeit auch das kleinste Bisschen des geschlachteten Tieres verwertet wurde, kamen auch die Rückstände dieses Prozesses - eben die «Greubons» oder «Grieben» - unter anderem als Backzutat zu Ehren.
Grieben (Gröibi) sind heutzutage bei uns kaum mehr erhältlich. Wenn Sie - vielleicht aus «Gwunder» oder um Erinnerungen aufzufrischen - trotzdem einmal selber Schweinefett auslassen und Grieben herstellen möchten, so verwenden Sie dafür Bauchspeck und lassen Sie das Fett bei mässiger Hitze zusammen mit 1 - 2 ganzen Äpfeln aus. Das Fett ohne Äpfel durchsieben, die Rückstände sind die Grieben.