500 g mittelgrosse Kartoffeln (z.B. Charlotte)
Salz
250 g grosse Hörnli (z.B. Agnesi Chifferotti oder Rigati 52)
250 g rezenter Käse (z.B. Appenzeller oder Urner Bergkäse)
1 dl Rahm
½ dl Milch
wenig Butter für die Form
2 grosse Zwiebeln
1 - 2 Knoblauchzehen
Mehl zum Darüberstäuben
Bratbutter zum Braten
1. Für die Magronen die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden (etwas kleiner als die Hörnli, damit sie in der gleichen Zeit gar werden).
2. Reichlich Wasser zugedeckt aufsetzen. Hörnli und Kartoffeln beifügen, nach Anweisung auf der Teigwarenpackung «al dente» garen.
3. Den Backofen auf 150 Grad vorheizen.
4. Den Käse mit der Käseraffel frisch reiben.
5. Eine ofenfeste Form buttern. Das Teigwarengemisch abgiessen und gut abtropfen lassen. Lagenweise mit dem Käse in der Form verteilen. Rahm und Milch aufkochen und darüber giessen. In die Mitte des heissen Ofens schieben und ca. 10 Minuten darin stehenlassen, bis der Käse geschmolzen, aber nicht gebräunt ist.
6. In der Zwischenzeit die Zwiebeln in 2 mm dicke Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken. Mehl darüber stäuben und in der Bratbutter unter Wenden golden braten. Auf Küchenpapier abtropfen lassen. Auf den Magronen verteilen.
BEILAGE: Dazu passt Apfelmus oder «Ankestückli»
HINWEIS: Geht auch: 2 dl Rahm mit 1 dl Milch und der Hälfte des Käses aufkochen. Teigwarengemisch mit restlichem Käse in die vorbereitete Form schichten und die Käsesauce darübergiessen. Im Ofen erhitzen, bis der Käse geschmolzen ist.
Kartoffeln in Stengelchen schneiden.
Mit Mehl bestäubte Zwiebelringe werden beim Braten knuspriger: Das Mehl bindet die Feuchtigkeit, dadurch werden sie schön goldbraun, und sie fallen beim Erkalten weniger schnell zusammen.
VARIANTEN: Rezenten Käse verwenden, z.B. rezenten Appenzeller, Innerschweizer Bergkäse.
Kartoffeln weglassen, dafür 500 g Hörnli und 2½ dl Rahm oder Rahm mit Milch gemischt verwenden. Käsemenge verändert sich nicht.
Kalorienbewusster: Halbrahm verwenden.
INFO: Fürwahr ein währschaftes Gericht mit echter, ländlicher Tradition! Die Kombination von Teigwaren und Kartoffeln, beides stärkehaltige Produkte, zusammen in einem Topf gekocht, erscheint uns heute vielleicht etwas ungewohnt. Kenner schwören allerdings darauf; gerade diese Kombination mache das gewisse Etwas des Gerichts aus. Überall dort, wo Alpen bewirtschaftet wurden und werden, kennt man Älplermagronen: sowohl im Bündnerland wie in der Zentralschweiz (als Urner Magronen allerdings ohne Kartoffeln) und im Appenzellerland als Chäsmaggerone. Den regionalen Touch erhält das beliebte Eintopfgericht vom Käse, der natürlich von Alp zu Alp variiert.
Dass wir für die Älplermagronen Hörnli verwenden, kommt vermutlich von den italienischen «Maccheroni». Denn früher kannte man nur wenige Teigwarensorten, und die hiessen dann eben «Magronen». Wichtig war damals und ist es auch heute noch, dass man für die Älplermagronen eher dickwandige Teigwaren verwendet, die eine längere Garzeit ertragen und trotzdem noch «al dente» sind.