500 g Erdbeeren 1 EL Zucker (1) 4 Blatt Gelatine 2 Eigelb 50 g Zucker (2) 125 g Joghurt nature 1½ dl Rahm ½ Zitrone, Saft davon 2 EL Zucker (3)
1. 300 g Erdbeeren beiseitestellen. Die restlichen Beeren (200 g) in eine Schüssel geben, mit dem Zucker (1) bestreuen und mit einer Gabel zu einem feinen Mus zerdrücken, jedoch nicht pürieren! 2. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 3. Eigelb und Zucker (2) ca. 6 Minuten zu einer hellen, dicklichen Crème aufschlagen. 4. Die zusammengefallene Gelatine tropfnass in eine kleine Pfanne geben und bei milder Hitze auflösen. Vom Herd ziehen. 3 - 4 EL Erdbeermus unterrühren, dann diese Mischung zum restlichen Erdbeermus geben. Zuerst den Joghurt, dann die Eicrème untermischen. Die Erdbeercrème kühl stellen, bis sie dem Rand entlang zu gelieren beginnt. 5. Den Rahm steif schlagen. Vorsichtig unter die Erdbeercrème ziehen. Diese in kleine Puddingformen füllen und mind. 4 Stunden kühl stellen. 6. Von den beiseitegestellten Erdbeeren einige schöne Früchte für die Garnitur beiseitestellen. 7. Die restlichen Erdbeeren mit dem Zitronensaft und dem Zucker (3) fein pürieren. Bis zum Servieren kühl stellen. 8. Zum Anrichten die Förmchen kurz in heisses Wasser stellen. Die Puddinge dem Rand entlang mit einem spitzen Messer sorgfältig lösen und auf Teller stürzen. Mit der Erdbeersauce umgiessen und mit den beiseitegelegten Beeren garnieren.
INFO: Dieser zarte Pudding, auch Bavaroise oder Bayrisch Crème genannt, gehört zu den ältesten Dessertspezialitäten überhaupt und ist in Bayern allgegenwärtig - vor allem in seiner Urform als zartschmelzender Vanillepudding. In dieser modernen Variante wird die Milch durch Joghurt ersetzt, was der Bayerischen Crème zusammen mit den Erdbeeren eine erfrischende Leichtigkeit verleiht. Der Ursprung der Bayerischen Crème lässt sich bis ins Jahr 1385 an den Hof Stephans III., Herzog von Bayern-Ingolstadt, zurückverfolgen. Andere Quellen berufen sich auf Stephans Tochter Isabeau, die als Königin von Frankreich eine verfeinerte Variante der aus ihrer Heimat bekannten bayerischen Rahmsulz in der französischen Haute Cuisine etabliert haben soll.
KLEINHAUSHALT: Nicht geeignet für die Zubereitung in Kleinstmenge. Die Puddinge halten sich jedoch im Kühlschrank ca. 3 Tage frisch.