350 g Spaghetti 12 - 16 Seeigel (siehe INFO) 1 Schalotte, fein geschnitten 1 Knoblauchzehe, fein geschnitten 2 EL Olivenöl ½ dl Weisswein 1 - 2 Spritzer Noilly Prat 1 dl Fischfond ½ dl Sahne ¼ Peperoncino 1 - 2 Spritzer Zitronensaft 1 TL Kurkuma Salz, Pfeffer aus der Mühle
1. Schalotte, Knoblauchzehe und Peperoncino im Öl 5 Minuten andünsten, den Peperoncino aber schon nach spätestens 30 Sekunden wieder rausfischen. 2. Weisswein, Noilly Prat und Fond angiessen und auf ½ dl einkochen lassen, vom Herd ziehen und die Sahne unterziehen, noch einmal kurz einkochen und mit Salz und Pfeffer abschmecken, beiseite stellen. 3. An der kleinen Öffnung der Seeigel rundum einen Deckel abschneiden, die Flüssigkeit vorsichtig abgiessen, den rosaroten Rogen mit einem Löffel heraus holen, mit dem Zitronensaft vermischen und kalt stellen. 4. Möchte man 1 - 2 Seeigel pro Teller dekorativ mitservieren, diese - die inzwischen geleerten - für 15 Minuten im 50 Grad warmen Ofen trocknen. 5. Die Pasta im Salzwasser mit dem Kurkuma, gibt eine schöne gelbe Farbe, «al dente» kochen. 6. Die zu servierenden Seeigel etwas mit dem Rogen füllen. 7. Nun die Spaghetti im heissen Sugo wenden und den grösseren Rest des kalten, rohen Rogens darin gut vermischen. Er erwärmt sich so. Die geöffneten Seeigel neben den Spaghetti platzieren und sofort servieren.
INFO: Die Seeigel (Echinoidea) bilden eine der fünf Klassen, welche dem Stamm der Stachelhäuter angehören. Es sind in allen Meeren lebende, wirbellose Tiere. Die Klasse wird in 12 Ordnungen aufgeteilt. Bis heute sind etwa 950 Arten bekannt. In Südfrankreich, Süditalien, Griechenland, Marokko, Chile und Korea, sowie zahlreichen anderen Ländern, sind die fünf Geschlechtsdrüsen der Seeigel, roh oder in Salzwasser gekocht, vor allem als Vorspeise beliebt. In der japanischen Küche sind Seeigel, speziell auch deren Eier, als Uni auf der Speisekarte zu finden. Eine Verletzung mit den Stacheln von Seeigeln äussert sich akut in starken Schmerzen, Brennen, Entzündung und Schwellungen. Die Stacheln dringen in das Gewebe ein und können toxische Substanzen freisetzen, welche die mechanisch zugefügten Beschwerden weiter verschlimmern. Auch systemische Störungen sind selten möglich. Einige Seeigel verabreichen gefährliche Neurotoxine, die Muskellähmungen und den Tod herbeiführen können. Bei der Behandlung sollen die Stacheln vollständig entfernt werden, weil sich daraus innert Wochen bis Monaten Komplikationen wie Granulome entwickeln können. Häufig wird empfohlen, die frische Verletzung in heisses Wasser zu tauchen.