TEIG 250 g kalte Butter, in Stücke geschnitten 500 g Mehl 2 dl Wasser 1 Prise Salz 1 Ei verquirlt ------------------------------ FÜLLUNG 400 g Rindssteak, in kleine Würfel geschnitten oder grobes Rindshackfleisch 1 Zwiebel, gehackt 2 mittlere Kartoffeln, geschält und in kleine Würfel geschnitten 1 Kohlrabi, geschält und in kleine Würfel geschnitten 1 grosses Rüebli, geschält und in kleine Würfel geschnitten Salz, Pfeffer aus der Mühle Olivenöl 1 EL Thymianblättchen 1 EL Majoranblättchen
1. Für den Teig mischen Sie alle Zutaten - ausser dem Ei - zusammen, verrühren Sie sie zuerst mit einer Kelle und kneten dann einen Teig daraus. 2. Wickeln Sie den Teig in Haushaltsfolie und lassen ihn 1 Stunde im Kühlschrank ruhen. 3. Während der Teig ruht, mischen Sie das in kleine Würfel geschnittene Fleisch mit dem Gemüse, den Kräutern, würzen alles mit Salz und Pfeffer und geben ein wenig Olivenöl dazu, vermischen Sie alles gut. 4. Rollen Sie den Teig aus, und schneiden Sie daraus 4 Rondelle von ca. 20 - 23 cm Ø. Verteilen Sie die Füllung auf die Rondelle, und schliessen Sie diese gut, sodass keine Füllung herausfliessen kann. 5. Legen Sie die Pasties auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech und bestreichen sie dann mit dem Ei. 6. In dem auf 220 Grad vorgeheizten Backofen nun ca. 20 Minuten backen. Danach auf 160 Grad reduzieren und weitere 20 Minuten backen lassen. 7. Vor dem Servieren die Pasties ca. 10 Minuten im ausgeschaltetem Backofen ruhen lassen.
INFO: Cornish Pasty: der Bergarbeiter-Lunch.
Die halbkreisförmige Pie-Varietät ist eine Spezialität aus Cornwall. Im 19. Jahrhundert war sie die Hauptnahrung der Bergarbeiter in den Zinnminen. Die Cornish Pasty war geradezu ideal auf deren Bedürfnisse zugeschnitten: Die Kruste war relativ zäh, sodass sie auch einen tiefen Fall in einen Minenschacht unbeschadet überstand. Sie blieb acht bis zehn Stunden warm und diente dem Bergarbeiter erst noch als Wärmflasche, wenn er sie dicht am Körper trug. Der Inhalt war in mehrere Abteile aufgeteilt, sodass er wie eine Mahlzeit mit mehreren Gängen gegessen werden konnte. Die Bäcker in den Minenstädten versahen sie sogar mit den Teiginitialen des Besitzers, sodass dieser sie auch unter Tag von denjenigen seiner Kollegen unterscheiden konnte. Am gefältelten Rand konnten die Bergarbeiter die Pastete mit ihren russigen Händen halten, ohne den Rest schmutzig zu machen. Der Rand wurde dann weggeworfen.
Die südwestlichste Grafschaft Grossbritanniens ist stolz auf ihre Spezialität, die seit 2011 die europäische Anerkennung als geschützte geografische Angabe (IGP) tragen darf. Die obligatorischen Zutaten für die Füllung sind Kartoffeln, Bodenkohlrabi (English swede), Zwiebeln und gewürfeltes oder gehacktes Rindfleisch. Bei der Teigwahl ist der Bäcker frei, hingegen muss er die Cornish Pasty in die typische D-Form bringen und den Teig auf der halbrunden Seite mit der typischen Fältchennaht versiegeln.
In der Hafenstadt Fowey wird die Pastete jedes Jahr gefeiert. Im Rahmen der Royal Regatta wird eine Riesen-Pasty in einem Boot die Flussmündung hinaufgeführt.