BUCHTELN 1 dl Milch 250 g Mehl, glatt 35 g Kristallzucker 10 g Germ (Backhefe) 40 g Butter, weich 2 Eidotter Salz ½ Zitrone, abgeriebene Schale Mehl (für die Arbeitsfläche) Butter (flüssig, ausreichend) Staubzucker (zum Bestreuen) ------------------------------ VANILLESAUCE 3 Eidotter 1½ dl Milch 1¼ dl Schlagobers 60 g Kristallzucker ½ Vanilleschote, aufgeschnitten
1. Für die Buchteln aus lauwarmer Milch, Germ und 1/3 des Mehls ein Dampfl (Vorteig) ansetzen. Mit wenig Mehl bestauben und mit einem Tuch zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen. 2. Dann restliches Mehl, Zucker, Eidotter, Zitronenschale sowie 1 Prise Salz zugeben und zu einem halbfesten Teig abschlagen. Zum Schluss die Butter einarbeiten. 3. Mit einem Tuch bedeckt erneut aufgehen lassen, bis sich das Volumen kräftig vergrössert hat. Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und ca. 2 cm dick auswalken. 4. Aus dem Teig Scheiben mit ca. 6 cm Ø ausstechen und die Teigenden nach oben zusammenschlagen. Nun jede Buchtel einzeln in flüssige Butter tauchen und mit der Teignaht nach unten dicht nebeneinander in eine gut eingefettete Form setzen. 5. Im vorgeheizten Backrohr bei 180 Grad ca. 20 - 30 Minuten goldgelb backen. 6. Portionieren und vor dem Servieren mit Staubzucker bestreuen. 7. Für die Vanillesauce Milch mit Vanilleschote aufkochen und 5 Minuten ziehen lassen. Dotter mit Zucker verrühren, Milch (ohne Vanilleschote) nach und nach darunter rühren und bei mässiger Hitze so lange rühren, bis die Sauce leicht bindet. 8. Topf in ein Geschirr mit Eiswasser stellen und abkühlen lassen. Währenddessen ab und zu rühren. In die erkaltete Sauce das halbfest ausgeschlagene Obers unterrühren.
VARIANTE: Die Buchteln können auch gefüllt werden, indem man auf die rohen Teigscheiben etwas Powidl- oder Marillenmarmelade aufträgt und die Teigenden erst dann zusammenschlägt.
INFO: Die Wiener Süssspeisen-Küche ist multikulturell. Das Hefegebäck „Buchtel“ beispielsweise stammt aus der böhmisch-tschechischen Küche, wo sie "buchtičky" heisst. In Wien wurde die Buchtel in der Biedermeierzeit durch einen geschäftstüchtigen Wirt populär: Ursprünglich waren Hefeteig-Spezialitäten in Wien mit Marmelade oder Früchten gefüllt. Der schlaue Wirt füllte die Buchtel mit Lotteriescheinen und verkaufte sie um einen angemessenen Preis. Die Wiener waren begeistert: Ganz Wien kaufte Buchteln!