DAUMNIDEI 500 g Kartoffeln, mehligkochend, gekocht 200 g Mehl, glatt 25 g Griess 1 Ei Salz, Pfeffer aus der Mühle Muskatnuss, frisch gerieben Butterschmalz, zum Ausbacken 300 g Bratensaft ------------------------------- SAUERKRAUT 50 g Butter 1 Zwiebel, gross 40 g Speckwürfel 2 Knoblauchzehen 500 g Sauerkraut 250 g Suppe 1 Lorbeerblatt 4 Wacholderbeeren ½ TL Kümmel, ganz Salz 1 Kartoffel, klein, mehligkochend, zum Binden ------------------------------- GARNITUR Schnittlauch, frisch
ZUBEREITUNG 1. Für das Sauerkraut zuerst die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und die feingeschnittene Zwiebel, den gehackten Knoblauch und die Speckwürfel glasig darin andünsten. Dann das Sauerkraut dazugeben, mit der Suppe auffüllen und das Lorbeerblatt, die Wacholderbeeren und den Kümmel beimengen. Das Kraut 30 Minuten leicht köcheln lassen, mit Salz abschmecken und die rohe Kartoffel als Bindung hineinreiben. 2. Für die Daumnidei die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse in eine Schüssel drücken und das Mehl, den Griess, das Ei, etwas Salz, Pfeffer und geriebene Muskatnuss dazugeben. 3. Alles mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten und zu einer fingerdicken Wurst ausrollen. Nun mit einer Teigkarte daumengrosse Stücke abschneiden und diese in einer hohen Pfanne in 175 Grad heissem Butterschmalz ausbacken.
ANRICHTEN 4. Zum Schluss die Daumnidei und das Sauerkraut in tiefen Tellern anrichten, den erwärmten Bratensaft angiessen und mit feingeschnittenem Schnittlauch garnieren.
INFO: Ob Erdäpfelpaunzen, Daumnidei oder Paterzehen – gemeint ist immer dasselbe: Kartoffelteigstücke in Butterschmalz gebacken. Ihr Name kommt nicht von irgendwoher, die Daumen-Nudel ähnelt mit etwas Fantasie dem Finger oder der Zehe. Auch das Wort Paunze bedeutet im Tiroler Dialekt etwas Kurzes oder Stämmiges.
REZEPT: Bernhard Hochkogler, Hotel «Minglers Sportalm», A-6365 Kirchberg in Tirol Webseite