WALNUSSBROT 450 g Weizenmehl (Type 405) 300 g Roggenmehl (Type 1150) 5 dl Wasser 17 g Salz 20 g Margarine 40 g Hefe, frisch 200 g Walnusskerne, gehackt ------------------------------- GRIEBENSCHMALZ 250 g Flomen oder Schweineschmalz 200 g Bauchspeck 1 Zwiebel 1 Apfel 1 Prise Majoran, gerebelt Salz, schwarzer Pfeffer aus der Mühle ------------------------------- OBAZDA 1 Zwiebel, klein 200 g Camembert, reif 50 g Butter, weich 100 g Frischkäse ½ dl Weissbier 1 Prise Paprikapulver, edelsüss 1 Prise Paprikapulver, scharf 1 Prise Pfeffer 1 Prise Kümmel 1 Prise Salz 1 Zwiebel, rot ½ Bund Schnittlauch ------------------------------- GARNITUR 12 Radieschen 4 Cocktailtomaten 4 Essiggurken 80 g Kaminwurz oder Landjäger (siehe INFO) 80 g Bergkäse
ZUBEREITUNG 1. Für den Brotteig Weizen- und Roggenmehl mit Wasser, Salz und Margarine in die Rührschüssel der Küchenmaschine geben, die Hefe zerbröseln und ebenfalls zugeben. Mit dem Knethaken alles ca. 8 Minuten auf Stufe 1 verkneten. Dann den Teig weitere 4 Minuten auf Stufe 2 kneten. Ist der Teig zu feucht und klebrig, noch etwas Mehl hinzugeben. 2. Zuletzt die gehackten Walnüsse mit der Hand unter den Teig kneten. Den Teig halbieren und zugedeckt ca. 30 Minuten an einem warmen Ort vorgehen lassen. 3. Dann die beiden gegangenen Teige zu Brotlaiben rund wirken, auf ein Backblech legen und abgedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen. 4. Den Backofen auf 250 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 5. Auf das Backblech ebenfalls eine kleine hitzebeständige Form (z.B. Mini-Tartelettebackform) stellen und mit etwas Wasser befüllen. Brote ca. 40 Minuten im heissen Ofen backen. 6. Gebackene Brote aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. 7. Für das Griebenschmalz den Backofen auf 120 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. 8. Flomen und Bauchspeck in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Den Apfel waschen, vierteln, das Kerngehäuse entfernen und Apfel in feine Würfel schneiden 9. Flomen, Speck, Zwiebel und Apfel in einen Bräter geben, mit Majoran, Salz und Pfeffer würzen, vermischen und im vorgeheizten Backofen rösten, bis alles gebräunt ist. VORSICHT, es darf nicht zu dunkel werden, sonst wird es bitter. 10. Dann aus dem Ofen nehmen, das Fleisch vom Speck herausnehmen und das Fett mit Zwiebel und Apfel abkühlen lassen. 11. In der Zwischenzeit das Fleisch fein würfeln. 12. Sobald das Fett abgekühlt und fest geworden ist, die Masse mit der Küchenmaschine oder dem Handrührgerät gut aufschlagen. Fleischwürfel zugeben, das Griebenschmalz mit Pfeffer abschmecken und zum Servieren in kleine Gläschen abfüllen. 13. Für den Obazda die Zwiebel schälen und fein würfeln. Camembert in kleine Würfel schneiden und, sofern nötig, mit einer Gabel zerdrücken. 14. Zerdrückten Camembert mit Zwiebelwürfeln, weicher Butter, Frischkäse und Bier in eine Schüssel geben und alles vermischen. Die Masse mit edelsüssem und scharfen Paprikapulver, Pfeffer, Kümmel und Salz abschmecken und mind. 1 Stunde im Kühlschrank durchkühlen lassen. 15. Kurz vor dem Servieren die rote Zwiebel schälen und in feine Ringe schneiden. Schnittlauch abbrausen, trocken schütteln und in feine Ringe schneiden.
ANRICHTEN 16. Obazda mit einem Löffel zu Nocken formen und mit Zwiebelringen und Schnittlauch garniert auf dem Brotzeitbrett anrichten. Griebenschmalz und Walnussbrot dazu reichen. Nach Belieben das Brotzeitbrett mit Radieschen, Tomaten, Essiggurken, dünnen Scheiben der Kaminwurz und Bergkäsestückchen garnieren.
INFO: Die Kaminwurz oder Kaminwurze ist eine aus Südtirol stammende, kaltgeräucherte und luftgetrocknete Rohwurst aus Rindfleisch und Rückenspeck vom Schwein oder nur aus Schweinefleisch. Vereinzelt kann man auch Kaminwurzen aus Lamm-, Ziegen- oder Hirschfleisch finden. Die Bezeichnung kommt von der ursprünglichen Art der Räucherung. In vielen Häusern gab es im Kamin am Dachstuhl eine Räucherkammer, in der die Bewohner ihr Geräuchertes als Vorrat reifen liessen.