1 Blech von 26 cm Ø Butter fürs Blech ------------------------------ HEFETEIG 250 g Mehl 1½ - 1,7 dl Milch 15 g frische Hefe 35 g Butter, weich ½ TL Salz ------------------------------ BELAG 1½ dl Doppelrahm 7 - 8 EL Zucker oder Rohzucker
1. Für den Hefeteig das Mehl in eine Schüssel geben. In die Mitte eine Vertiefung eindrücken. Die Milch handwarm temperieren. Hefe beifügen, unter Rühren auflösen und in die Vertiefung giessen. Dabei rühren und etwas Mehl vom Rand dazu nehmen, bis ein dickflüssiger Teig entsteht. Wenig Mehl (vom Rand) darüber stäuben. Bei Raumtemperatur gehen lassen, bis sich Risse zeigen. 2. Butter und Salz zum Mehl geben. Mit der Teigkelle zu einem Teig zusammenfügen. Anschliessend von Hand kneten, bis der Teig sehr elastisch wird. Daraus eine Kugel formen und in eine vorgewärmte Schüssel geben. Zugedeckt auf das doppelte Volumen gehen lassen. 3. Das Blech mit reichlich Butter fetten. Den Teig ins Blech geben und von Hand darin ausziehen und gleichmässig verteilen. Dabei nach Belieben einen kleinen Rand eindrücken, damit der Rahm nicht ins Blech fliesst. Mit einer Gabel dicht einstechen. Nochmals 20 - 30 Minuten locker bedeckt gehen lassen. Den Backofen auf 250 Grad vorheizen. Am besten mit Umluft, damit der Fladen bei grösstmöglicher und gleichmässiger Hitze gebacken werden kann (in professionellen Backöfen, wie sie die Bäckereien verwenden, wird der Rahmkuchen noch heisser gebacken). 4. Mit zwei Fingern den Teig regelmässig eindrücken. 1 dl Rahm darüber verteilen und mit 4 EL Zucker bestreuen. Kuchen in der Mitte des Ofens 12 - 15 Minuten backen. 5. Einige Minuten vor Ende der Backzeit den restlichen Rahm und Zucker darüber verteilen, fertig backen. Lauwarm servieren.
BEILAGE: Dazu passen Apfelschnitzchen mit Zimt gewürzt. Oder Zwetschgen- oder Aprikosenkompott (auch aus tiefgekühlten Früchten).
HINWEIS: Dieser Kuchen muss schnell und bei grosser Hitze gebacken werden. So wird der Teig schnell geschmeidig: zu einem langen Band ausziehen und wieder zusammenfalten. Diese Prozedur ein dutzendmal wiederholen. Weissmehl mit Zopfmehl im Verhältnis 3 zu 2 mischen. Dann wird der Teig besonders geschmeidig. Hefegebäck schmeckt frischgebacken am besten. Falls etwas übrigbleibt, den Kuchen in feine Streifen schneiden und bei 100 Grad bei leichtgeöffneter Ofentüre zwiebackähnlich trocknen: ein wunderbares Teegebäck! Doppelrahm (Crème double), auch als Crème de la Gruyère bekannt, ist ein speziell dickflüssiger, kochfester Spezialrahm. Mit den 45 Prozent Milchfettgehalt ist das sicher kein Diätprodukt, aber für gewisse Desserts oder zu frischen Beeren eine besondere Delikatesse.
VARIANTEN: Für den Hefeteig nur 1 dl Milch, dafür ein kleines Ei verwenden. Manche fügen noch 2 EL Zucker bei. Guss aus 1½ dl «saurer Nidle» (ist nicht dasselbe wie Sauerrahm oder Crème fraîche!), 1 Eigelb, 100 g Zucker und einem Päckchen Vanillinzucker zubereiten. Etwa 25 g Butter in kleinen Würfeln in die Vertiefungen des Teiges verteilen, dann nur Rahm und nicht Doppelrahm verwenden. Info
GESCHICHTE: Ob es sich bei diesem Rezept für den gewünschten «Gâteau à la crème» um das «Original» handelt, ist schwer auszumachen. Der Rahmkuchen wird auf so verschiedene Arten gemacht, dass ein Volltreffer unseres Rezeptteams praktisch Glücksache wäre. Ähnliche Rezepte sind jedoch auch aus anderen Gebieten der Schweiz bekannt. Aus einer Klosterküche im Kanton Schwyz stammt der «Nidleflade», dessen Belag noch zusätzlich mit Rosinen und abgeriebener Zitronenschale angereichert und auf einem Blätterteig gebacken wird.