AUSBACKTEIG 150 g Mehl Salz ½ TL Currypulver oder gemahlener Kreuzkümmel 1 Msp Cayennepfeffer 1 TL Backpulver 1 Eigelb ¼ l Bier ------------------------------ AUSSERDEM 500 g Rosenkohl Salz Butterschmalz oder ein anderes Fett zum Frittieren ------------------------------ KNOBLAUCHMAYONNAISE 2 Eigelb 4 Knoblauchzehen 1 TL Senf Salz, Pfeffer aus der Mühle einige Tropfen Worcestersauce 1¼ dl Öl 1 Prise Zucker Zitronensaft 2 gehäufte EL saure Sahne
1. Für den Teig Mehl, Salz, Cayennepfeffer, Curry oder Kreuzkümmel mit Backpulver mischen und mit dem Eigelb verquirlen, das Bier langsam einrühren, aufpassen, dass keine Klümpchen entstehen. ½ Stunde ruhen lassen, damit sich der Kleber im Teig ausbilden kann. 2. Rosenkohlröschen sorgfältig putzen. Das macht leider ein bisschen Arbeit: Denn man muss Röschen für Röschen in die Hand nehmen, den Stiel etwas kappen, lose, auch beschädigte Blätter entfernen. Die Strünke ritzt man mit einem spitzen Messer kreuzweise ein, das hilft ihnen, in derselben relativ kurzen Zeit gar zu werden, wie das zartere Herz der Röschen selbst. 3. Den Rosenkohl putzen, kreuzweise einschneiden und in Salzwasser bissfest kochen - die Röschen dürfen nicht zu fest sein! Portionsweise durch den Teig ziehen, etwas abtropfen, dann schwimmend im Fett goldbraun ausbacken. Auf Küchenpapier gründlich abtropfen lassen. 4. Für die Knoblauchmayonnaise die Eigelbe in einen Mixbecher geben, zerdrückten Knoblauch, Senf, Salz, Pfeffer und Worcestersauce zufügen. Mit dem Pürierstab aufschlagen, langsam das Öl hinzufliessen lassen, bis eine dicke, feste Creme entstanden ist. Mit Zucker und Zitrone abschmecken. Erst ganz zum Schluss, nicht mit dem Mixstab, sondern mit einem Schneebesen von Hand die saure Sahne unterrühren.
INFO: Woher Rosenkohl kommt. Es gibt ja nicht viele Gemüsesorten, die wirklich nur zu einer ganz bestimmten Jahreszeit auf den Markt gelangen (Ausnahmen bestätigen immer die Regel). Längst haben wir uns daran gewöhnt, alles rund ums Jahr zur Verfügung zu haben. Aber gottlob gibt es noch den Spargel, der ins Frühjahr gehört, und eben den Rosenkohl, der nur im Winter zu haben ist. Rosenkohl soll erst nach dem ersten Frost geerntet werden, der seine feste Blattstruktur knackt und das Aroma freisetzt. Eine Rosenkohlpflanze sieht sehr witzig aus: Die hohe Staude trägt die kleinen Röschen direkt am Stamm, aus dem sie herausspriessen – übrigens soll diese Kohlsorte Ende des 18. Jahrhunderts bei Brabant entwickelt worden sein, deshalb nannte man sie auch Belgischen oder Brüsseler Kohl beziehungsweise Sprossen. Die Röschen sollen fest sein, dicht geschlossen, etwa die Grösse von Walnüssen haben und appetitlich grün aussehen. Gelbliche Blätter aussen beweisen, dass es schon ziemlich lange her ist, dass man die Röschen geerntet hat. Gelbe Blätter innen zeigen jedoch, dass die Röschen zart und jung sind!